Hoppla, Wir leben!

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Ernst Toller-Ein bayerisches Revolutionsdrama!

Spiel: Matthias Klösel
Regie: Jürg Schlachter

Termine 2015:
Premiere: 10. Januar in der Werkstattgalerie Krüggling

Referenzen: Werkstattgalerie Krüggling, Heimatmuseum Krumbach, Fugger-Gymnasium Augsburg, FOS-BOS Kempten


 

New York, 1939. Ernst Toller, gefeierter Dramatiker der Weimarer Republik, Pazifist, Emigrant, läuft ruhelos in seinem Hotelzimmer auf und ab. Tollers Warnungen vor Hitler verhallen ungehört. Seine Frau hat ihn verlassen, zudem ist er wieder einmal pleite. Toller fühlt sich als Gescheiterter auf der ganzen Linie.
In der Stunde der Ausweglosigkeit zieht er eine schonungslose Bilanz seines Lebens. Wie viele junge Männer seiner Generation zog Toller einst begeistert in den Ersten Weltkrieg. Monate später wird er traumatisiert entlassen. Fortan kämpft er als überzeugter Pazifist und Sozialist für eine bessere, friedlichere Gesellschaft. Im November 1918 bricht die Monarchie zusammen, das Volk erhebt sich, Bayern wird über Nacht zum Freistaat. Das Proletariat soll jetzt die Macht übernehmen, organisiert in Arbeiter- und Soldatenräten. Doch der Pazifist Toller ringt mit sich und der Frage: Lässt sich eine revolutionäre Veränderung tatsächlich gewaltfrei durchsetzen?
   Toller beteiligt sich an führender Stelle an der bayerischen Revolution, das Experiment einer demokratischen Räterepublik in Bayern wird kurz darauf von preußischen Freikorps blutig beendet. Wegen Hochverrats wird er verhaftet und sitzt fünf Jahre in Niederschönenfeld im Gefängnis. Hier entstehen seine berühmten Dramen.

 Lebendige Collage der Revolution von 1918/19:
   Mit einer Mischung aus Liedern und Gedichten von Ernst Toller und anderer Protagonisten der Münchener Revolution sowie fiktionalen Elementen entsteht eine lebendige Collage dieser ersten bayrischen Revolution. In Tollers exemplarischem Lebenslauf spiegelt sich dabei auch das facettenreiche Porträt einer Generation auf der Suche nach neuen  Wegen. Ein packendes Drama über Revolution und Gegenrevolution, in dem das spätere Scheitern der Weimarer Republik bereits angelegt ist.

Wir bedanken uns für die Unterstützung durch die Stadt Augsburg, den Kulturfonds Bayern und den Bezirk Schwaben!

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